Gewalt gegen Polizei stoppen – Endlich handeln!

Die jüngst von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Bayerns Justizminister Georg Eisenreich veröffentlichten GewaPol-Zahlen zeigen ein trauriges Rekordhoch der Übergriffe auf Einsatzkräfte. „Wenn unsere Kolleginnen und Kollegen, die sich in den Dienst der Gesellschaft stellen und den Kopf für Innere Sicherheit, Stabilität und Ordnung hinhalten, immer öfter selbst Opfer und Ziel von Angriffen werden, dann ist das ein deutliches Alarmsignal und erfordert endlich nachhaltiges Handeln“, so der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Florian Leitner.

Noch deutlicher wird der bayerische GdP-Chef Peter Pytlik: „Die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Uniformträgern zeigt sich sowohl in der steigenden Zahl der Übergriffe als auch in deren Intensität selbst, die immer mehr zunimmt. Hier braucht es drastische Strafen, die auf dem Fuße folgen müssen! „Als rechtsprechender Arm der Staatsgewalt ist hier die Justiz gefordert, geltendes Recht auch umzusetzen und vor allem auch auszuschöpfen, und ein unmissverständliches Null-Toleranz-Signal zu setzen“.

GdP-Landesvorsitzender Peter Pytlik mit seinem ständigen Stellvertreter Florian Leitner

Diejenigen, die für Sicherheit und Ordnung einstehen und in unserem Land jedem Bürger ein freies und sicheres Leben garantieren, dürfen keinesfalls selbst zur Zielscheibe werden!

Es reicht nicht aus, sich ständig über steigende Zahlen zu beklagen. Es muss hier seitens der Politik endlich gehandelt und in die Wertschätzung unserer Polizistinnen und Polizisten investiert werden. Ansatzpunkte wie die Einführung eines sozialen Jahres müssen ernst genommen werden. Wer einmal in einer Uniform gesteckt und sich für die Gesellschaft eingesetzt hat, wird so schnell keinen Uniformträger angreifen, davon sind wir überzeugt.

„Auch bedarf es ein Umdenken in der medialen Berichterstattung. Der Rückhalt für die Polizei, die in unserem Land unantastbar ist, ist in der Bevölkerung nach wie vor sehr hoch“, so die beiden Gewerkschafter. Die mediale Berichterstattung stürzt sich aber im Gegenteil eher und zunehmend ausschließlich auf vermeintliche Polizeiübergriffe bei Demonstrationen oder einzelnes Fehlverhalten, was diesen Rückhalt trübt. Einschaltquoten zu Lasten unserer Sicherheit zu produzieren wird unserer Gesellschaft nicht weiterhelfen. Als GdP Bayern werden wir auch in Zukunft dieses für uns existentielle Thema weiter begleiten und uns dafür stark machen, dass jeder Übergriff auf eine Einsatzkraft einer zu viel ist!

GdP – Gemeinsam Zukunft gestalten!

Deutsche Polizei
DP Landesjournal Bayern 02/2024