Zweite Verhandlungsrunde in der Tarifrunde TV-L 2026 ohne konkretes Angebot

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie ihr schon aus unseren GdP-Pressemeldungen erfahren habt, ist die 2. Verhandlungsrunde zu unseren Tarifverhandlungen der Ländern ohne ein konkretes Ergebnis beendet worden.

Die Arbeitgeberseite stellt dies, wie immer etwas anders dar. Aus diesem Grund für euch ein paar Hintergrundinfos, die die Aussagen von uns untermauern

Entgelt & Laufzeit

Unsere Forderung von 7 % wird als „zu hoch“ bezeichnet.

Mindestbetrag von 300 €: weiterhin klare Ablehnung.

Arbeitgeber wollen eine Laufzeit von 29 Monaten (2026–2028) mit Nullmonaten – erste Erhöhung frühestens Frühjahr 2026.                                                                                                               

Zeitzuschläge

Zeitzuschläge: kein klares Nein, aber auch kein Angebot

Ausbildung

Azubis/Studierende/Praktikant:innen: angeboten werden 120 € in drei Schritten (statt geforderter 200 €).

Arbeitsbedingungen

Azubis/Studierende/Praktikant:innen: angeboten werden 120 € in drei Schritten (statt geforderter 200 €).

Weitere Themen

Übertragung auf Beamt:innen und Versorgungsempfänger:innen: bisher gibt es keine verbindliche Zusage zur zeit- und wirkungsgleichen Übernahme. Vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Lage der Länder ist davon auszugehen, dass selbst bei politischen Zusagen eine Übertragung auf die Beamt:innen und Versorgungsempfänger:innen deutlich verzögert oder nur unvollständig erfolgen wird!

Fazit:

Die Arbeitgeber bewegen sich kaum. Reale Verbesserungen sind nicht in Sicht – im Gegenteil.

Statt eines Ergebnisses:

lange LaufzeitenNullmonateminimale Erhöhungenund neue Themen, die uns am Ende schlechter stellen würden als zuvor

Ohne spürbaren Druck von uns wird es keine Verbesserungen geben! Jetzt ist der Moment, mehr zu tun als bisher! Jetzt ist der Moment, sichtbar, laut und gemeinsam tätig zu werden! Jetzt ist der Moment, auf die Straße zu gehen!

Tarifverhandlungen werden nicht am Verhandlungstisch entschieden – sie werden dort entschieden, wo wir gemeinsam zeigen, dass wir es ernst meinen!

In Kürze werden wir euch über die geplanten „Aufwärmstreiks“, Warnstreiks, Demos, etc. informieren! Beteiligt euch an den Aktionen und Warnstreiks! Sprecht eure Kolleg:innen an!

Zeigt: Wir sind viele. Wer unsere Arbeit will, muss sie auch respektieren und ordentlich bezahlen! Wer unsere Arbeitsbedingungen angreift, trifft auf Widerstand!

Jetzt ist die Zeit zu handeln! Danke jetzt schon für eure Unterstützung!

Kämpferische Grüße und für euch als einzige Polizeigewerkschaft direkt am Verhandlungstisch!

Eine weiterführende Info des GdP-Bundesvorstands zur zweiten Verhandlungsrunde findet Ihr hier:

Reinhard Brunner, stellv. Landesvorsitzender Tarif

Deutsche Polizei
DP-Landesjournal Bayern April 2026