Wer Gewalt sucht, hat im Fußball nichts verloren.

Wer Polizisten angreift oder bewusst Eskalation herbeiführt, der muss die volle Härte des Rechtsstaates spüren. Alles andere wäre ein falsches Signal – und davon hatten wir in den letzten Jahren genug!

Gewalt vor dem Spiel des FC Bayern München an der Allianz Arena – das ist keine Fankultur, das ist organisierte Gewalt

Die aktuellen Berichte über massive Ausschreitungen rund um das Spiel des FC Bayern München zeigen einmal mehr: Wir haben es hier nicht mit „Emotionen“ oder „überschäumender Fankultur“ zu tun – sondern mit gezielter, verabredeter Gewalt.

Wenn vermummte Gruppen gezielt Treffpunkte angreifen und sich anschließend hunderte Personen in gewaltbereiten Formationen gegenüberstehen, dann ist das kein Zufall. Das ist organisiert. Das ist kalkuliert. Und das ist brandgefährlich.

Für die eingesetzten Polizeikräfte bedeutet das: unmittelbare Konfrontation, hohe Eigengefährdung und die reale Gefahr von Verletzungen. Wer hier von „Randale“ spricht, verharmlost die Lage. Das ist kein Kinderspiel – das ist eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit.

Unsere klare Forderung:

•⁠ ⁠Konsequente Strafverfolgung ohne Wenn und Aber
•⁠ ⁠Spürbar harte Urteile gegen Gewalttäter
•⁠ ⁠Klare Signale der Justiz, dass solche Taten nicht toleriert werden

Die Erfahrungen der Gewerkschaft der Polizei zeigen seit Jahren: Nur konsequente Sanktionen haben eine abschreckende Wirkung. Halbherzige Reaktionen führen dazu, dass sich solche Szenen weiter radikalisieren.

Ebenso klar ist:
Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit dauerhaft für Hochrisikospiele zahlt. Wenn Fußballvereine von solchen Veranstaltungen wirtschaftlich profitieren, müssen sie sich auch an den enormen Polizeikosten beteiligen. Andere Großveranstalter tun das längst.

Ein weiterer Faktor darf nicht ignoriert werden:
Alkohol und Gruppendynamik sind ein hochgefährlicher Mix. Hemmschwellen sinken, Aggressionen steigen – und genau das sehen wir immer wieder bei solchen Eskalationen.

Herbert Prussas (stellv. Vorsitzender BG München)

Deutsche Polizei
DP-Landesjournal Bayern April 2026