Enderndorf am See – Achtundzwanzig wetterfeste Teams aus ganz Mittelfranken fanden sich am Brombachsee ein, um beim alljährlich stattfindenden Polizeibeachvolleyballturnier der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu starten. Bereits Tage zuvor vermeldete der Wetterbericht kein Badewetter, trotzdem wollte keine Mannschaft absagen. Ließen ein Vormittagsschauer und immer wieder vereinzelt auftretende Regentropfen zunächst nichts Gutes ahnen, beruhigte sich die Wetterlage und es zeigte sich mit zunehmender Turnierdauer auch immer häufiger die Sonne, was die ohnehin gute Stimmung der Teilnehmer und Zuschauer zusätzlich verstärkte.
Die beiden GdP-Funktionäre Stefan Lateier und Klaus Gumbrecht freuten sich in ihren Grußworten, dass es zur 15. Auflage der „inoffiziellen Beachvolleyball-Meisterschaft der Mittelfränkischen Polizeidienststellen“ keine Absagen gegeben hat und der Spielplan zum achtstündigen Turnier „wie vorgesehen ablaufen kann“.
Ein von Turnierleiter Christopher Wildner ausgeklügelter Spielplan sah vor, dass alle Platzierungen bis zum 28. und damit letzten Platz ausgespielt wurden und somit auch die weniger erfolgreichen Sportler nicht vorzeitig das Turnier verlassen mussten. Schon in der Anfangsphase zeigten sich Qualitätsunterschiede innerhalb der jeweils vier Teams umfassenden Gruppen. Neben erkennbar gut eingespielten Mannschaften zeigten auch weniger gut vorbereitete Hobby-Beacher ihr Können, um dann festzustellen, dass noch Leistungssteigerungen möglich sind und weitere Trainingseinheiten eingeplant werden können. Aufgrund eines Programmierungsfehlers, der dem Entwickler der Software nicht bekannt sein dürfte, mussten Wildner und sein Team kurzfristig auf „analog“ umstellen und waren dadurch zusätzlich gefordert. Den Widrigkeiten zum Trotz konnten die End- und Platzierungsspiele dann doch ausgetragen werden.
Auf dem Weg zum Finale gaben sich die „el DORAdo Beachbomber“ der PI Schwabach und „NetzEinsatz“ des Polizeipräsidiums Mittelfranken/Abt. Einsatz keine Blößen und setzten sich verlustpunktfrei durch. Allerdings zeigten die Schwabacher den Nürnbergern im Finale dann die Grenzen auf und siegten mit 2 : 0 Sätzen. Es half auch nichts, dass Polizeipräsident Gernot Rochholz sich mit seinem Nürnberger Team mit vollem Einsatz gegen die Niederlage wehrte. Die besseren Angriffsaktionen gaben den Ausschlag für die Beachbomber, die damit zum zweiten Mal nach 2016 den Siegerpokal mit nach Schwabach nehmen durften. POR Marcus Saltner, Dienststellenleiter der PI Schwabach, hat es wohl geahnt und ist rechtzeitig angereist, um sein Team mental zu unterstützen.

Mit starken Angriffsaktionen konnten die Schwabacher (hinten) im Finale überzeugen

Die Nürnberger – hier mit PP Gernot Rochholz am Ball – stemmten sich im Finale vergeblich gegen die Niederlage
Im kleinen Finale setzte sich die PI Hersbruck gegen die 2. Einsatzhundertschaft aus Ansbach durch. Auf den weiteren Plätzen ordneten sich die Quartetts der PI Ansbach, SG Einsatztechnik, KFD 4 Nürnberg, PI SE Nordbayern und die PI Altdorf ein.

Die beiden Siegerteams mit POR Marcus Saltner (hi. re.) und den Organisatoren Stefan Lateier (vorne li.), Christopher Wildner (hi., 2. von li.) und Klaus Gumbrecht (vorne rechts). PP Gernot Rochholz konnte aus terminlichen Gründen an der Siegerehrung nicht mehr teilnehmen.
Weniger erfolgreich verabschiedeten sich diesmal die Teams aus den Dienststellen rund um den Brombachsee aus dem Turnier. So erwiesen sich die Mitfavoriten „BAO-talentfrei“ der PI Gunzenhausen tatsächlich wieder ein bisschen talentfrei, denn nach einem hoffnungsvollen dritten Platz im Vorjahr, fanden sich die Altmühlstädter in der Endabrechnung auf Rang sechzehn. Das Lospech bescherte der „BAO“ aber bereits in der ersten Gruppenphase extrem schwere Gegner und führte dann in Richtung zweites Tabellendrittel. Auch die Treuchtlinger Pensionisten, gehandicapt durch Verletzungen, fielen auf den vierzehnten Platz zurück. Davor landeten unsanft die Airbulls der Hubschrauberstaffel Roth, nach dem zweiten Platz im letzten Turnier. Lediglich die Akteure der PI Weißenburg konnten sich um vier Ränge auf den zehnten Tabellenplatz verbessern.
Aus den Händen von Klaus Gumbrecht und Stefan Lateier erhielten alle Teams bei der Siegerehrung Sachpreise und die Turniersieger der PI Schwabach den Wanderpokal. Beide erteilten den Aktiven ein dickes Lob für ihre stets sportlich faire Spielweise während des rund achtstündigen Turniers und sprachen auch dem BRK-Team, das glücklicherweise kaum gefordert war, ihren Dank aus.
Schirmherr Gernot Rochholz bedankte sich in seiner kurzen Begrüßungsansprache bei dem GdP-Team für die Ausrichtung des beliebten Sportevents und die hervorragende Organisation und Versorgung.

Das GdP-Team hat wieder einen hervorragenden Turniertag veranstaltet
Unterstützt wurde die GdP-Veranstaltung von Signal Iduna, BB Bank, PVAG, Stadtbrauerei Spalt, POLAS GmbH, SUP-Shop Pleinfeld, Yoga-Forum Steiger, Cadolzburg, Metzgerei Kleemann Pfofeld, Brombachseeschifffahrt, Endres’sche Gaststätte, Nürnberg, Sand & Sofa Lounge, Enderndorf, Wakepark Brombachsee, JEMAKO (Susanne Schwertfeger), Minigolfanlage Fürther FreiZeit, der Steinbock Boulderhalle Zirndorf, Schwarzlichtfabrik 3D Minigolf Nürnberg.
Fotos und Text: Frieder Laubensdörfer