Kein Angebot in der 1. Verhandlungsrunde

Start in die Tarifrunde der Länder

Zum Auftakt der Tarifverhandlungen in der Tarif- und Besoldungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder am 03. Dezember 2025 wurden die Forderungen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes von den Arbeitgebern zurückgewiesen.

Nach nur wenigen Verhandlungsstunden war kein Ergebnis in Sicht. Die sachliche Auseinandersetzung war davon geprägt, dass die Arbeitgeberseite die schwierige Haushaltssituation der Länder in den Vordergrund gestellt hat.

Christian Ehringfeld, stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP – zuständig für Tarif, zeigte sich enttäuscht: „Die Welt dreht sich tagtäglich immer weiter, nur die Arbeitgeber kommen nicht vom Fleck. Jedes Mal aufs Neue das gleiche Spiel bei den Tarifverhandlungen. Damit verkennen die Arbeitgeber die Lage für die Beschäftigten erneut und verpassen die Chance am Anfang der Tarifrunde ein Zeichen für Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten zu setzen, die den Laden am Laufen halten.“


Mit sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 300 Euro, einer Laufzeit von zwölf Monaten und 200 Euro Anhebung der Auszubildendenvergütung gehen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in die Verhandlungen. Mit im Forderungspaket: die zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamtinnen und Beamte, sowie unseren Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.

Die Forderungen kommentierten die Arbeitgeber im Vorfeld so: „Sieben Prozent sind astronomische Forderungen“, so Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Dabei legten
die Verhandlungsspitzen der Gewerkschaftsseite unter Beteiligung der GdP ihrerseits Wert auf Inhalte und
Argumente. Ehringfeld kommentiert: „Mir scheint: Wenig Ahnung von Astronomie und noch weniger
von fairer Bezahlung.“


Der zweite Verhandlungstermin am 15./16. Januar 2025 findet in Potsdam statt. Ehringfeld: „Wir erwarten bei der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot ohne Mogelpackung und ohne Hinhaltetaktik.“

Deutsche Polizei
DP-Landesjournal Bayern Januar 2026